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Wie ich mit Claude Code an Mahlzahn arbeite

Plan-Modus zuerst, Auto-Mode danach, und immer ein Skill im Rücken: so sieht mein typischer Arbeitstag am Projekt aus.

MAMichael Aschenborn2 min Lesezeit

Claude Code ist nicht „eine KI, die tippt". Es ist ein Arbeitsumfeld mit Plan-Modus, Auto-Mode, Skills, Hooks und Memory. Die eigentliche Arbeit besteht darin, diese Schichten sauber zu orchestrieren.

In diesem Beitrag zeige ich, wie ich an Mahlzahn entwickle: welche Modi ich wann benutze, wie ich Skills nutze, warum der Plan-First-Reflex wichtig ist — und wo ich bewusst abweiche.

Plan zuerst, Code später

Jede nicht-triviale Aufgabe fängt im Plan-Modus an. Das heißt: Claude darf explorieren und lesen, aber nichts schreiben. Am Ende schreibt er einen Plan ins ~/.claude/plans/-File, und ich nicke ihn ab — oder baue ihn um.

Warum das hilft

Planen vor dem Code-Schreiben verhindert halbgare Strukturen. Und es erzwingt eine Abstimmung, die sonst beim ersten Type-Error stattfindet — nur viel teurer.

Eine typische Plan-Phase hat drei Runden:

  1. 1
    Exploration

    Mehrere Explore-Agents parallel: Navigation, Design-System, Entity-Layer. Jeder schickt einen ≤ 500-Wörter-Report zurück.

  2. 2
    Plan

    Ein oder zwei Plan-Agents entwerfen den Lösungsweg. Trade-offs explizit, keine „Best Practices, weil ich es gelernt habe".

  3. 3
    Klärungsfragen

    1–3 AskUserQuestion-Fragen bei echten Kreuzungen. Keine Bürokratie-Fragen, keine „Soll ich jetzt anfangen?"

Skills als redaktionelle Qualitätssicherung

Mahlzahn hat mehrere projekt-eigene Skills — dirs21-design, constellation-team-flowchart, mahlzahn-magazin. Jeder sorgt dafür, dass bestimmte Artefakte in die richtige Form gegossen werden, egal wie müde ich oder wie schnell Claude am Ende eines Tages ist.

      
.claude/skills/mahlzahn-magazin/SKILL.md (Ausschnitt) · yaml
---
name: mahlzahn-magazin
description: Schreibt und pflegt Artikel im Mahlzahn-Magazin …
---

Die meisten Skills triggern auf Keywords oder Dateipfade. Der Magazin-Skill aktiviert automatisch, wenn eine Datei unter content/magazin/ geöffnet wird — dann bekomme ich im selben Fenster die Klassen-Referenz, die Do/Don't-Liste und alle Copy-Paste-Snippets.

Settings, die ich immer gesetzt habe

Modell
claude-opus-4-7 (Planung), claude-sonnet-4-6 (Routinen)
Plan-Modus
Default für Features > 1 Datei
Auto-Mode
Nach Plan-Approval
Check-Scripts
typecheck, lint, check:magazin bei Content

Wann ich bewusst abweiche

Für schnelle Experimente — ein kleines Refactor, ein Type-Fix, ein neuer Seed — überspringe ich den Plan-Modus und arbeite direkt im Auto-Mode. Die Faustregel ist einfach: Wenn ein menschlicher Senior-Dev das Ding in zehn Minuten durchhätte, braucht es keinen Planungsoverhead.

Nicht vergessen

Kein Skip beim Planungsreflex, wenn mehrere Dateien betroffen sind oder wenn das Schema der Datenbank angefasst wird. Diese Entscheidungen sind one-way doors.

Was im Setup noch fehlt

  • Pre-Commit-Hook für check:magazin — bisher läuft das nur lokal und in CI.
  • Ein new-article-Scaffolder, der Frontmatter vorbefüllt und den Cover-Ordner anlegt.
  • Eine Author-Seite unter /autoren/[slug], sobald wir mehrere Gastautor:innen haben.